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Innovatives Projekt am Kleinsölkbach

Trotz jahrelanger und detailreicher Planung stand das ursprüngliche Kraftwerkskonzept auf Grund der schwierigen Finanzierbarkeit immer auf der Kippe. Doch das Team rund um Geschäftsführer Ernst Trummer ist bekannt für kreative und außergewöhnliche Ideen. So kam es auch hier zu einer ausgefallenen Lösung, die letztendlich die Finanzierbarkeit sicherstellte. Möglich wurde das, indem die abgearbeiteten Wassermengen der beiden oberliegenden Anlagen direkt weiterverarbeitet werden. Um das zu erklären: Der Kleinsölkbach entsteht durch die Vereinigung des Striglerbachs und des Schwarzenseebachs. An beiden Bächen bestehen Kraftwerke, deren Krafthäuser nur einen Steinwurf voneinander entfernt stehen. Die Idee war, das abgearbeitete Wasser der beiden Kraftwerke mittels Rohrleitungen in ein gemeinsames Sammelbecken zu leiten und von dort aus eine Druckrohleitung in das KW Kleinsölkbach weiterzuführen. Eine geniale und gleichzeitig einfache Idee, deren Umsetzung jedoch deutlich komplexer war als man zunächst vermuten möchte.  

Revitalisierung des Kraftwerk Sagschneider 

Das Kraftwerk Sagschneider liegt am weitesten flussaufwärts und ist seit 2005 im Betrieb. Die Anlage nutzte im Bestand 1,5 m³/s Wasser. Diese Ausbauwassermenge konnte jedoch durch den Einbau einer zweiten Turbine, auf 3,0 m³/s erhöht werden. Dies war aber nicht nur für die Revitalisierung des Kraftwerks Sagschneider selbst notwendig, sondern sorgt auch dafür, dass ausreichend Wasser in das neu errichtete KW Kleinsölkbach weitergeleitet werden kann. Um der nun doppelten Wassermenge nachzukommen, wurde im Zuge der Revitalisierung auch die Leistungsfähigkeit des Entsanders an der Wehranlage verdoppelt. Die Druckleitung des KW Sagschneider konnte bestehen bleiben, obwohl durch die höhere Ausbauwassermenge natürlich auch die Rohrreibungsverluste höher werden. Trotzdem konnte auch hier die Engpassleistung um 44% und das Regelarbeitsvermögen um 22% gesteigert werden.  

Neubau Kraftwerk Kleinsölkbach und Sammelbecken 

Wie schon erwähnt, wird das Nutzwasser des neuen Kraftwerks am Kleinsölkbach ausschließlich mit den abgearbeiteten Wassermengen der Kraftwerke Schwarzensee und Sagschneider dotiert. Der große Vorteil hierbei ist, dass der Bau einer zusätzlichen Wehranlage eingespart wird, die nicht nur ein Faktor bei den Baukosten ist, sondern auch wesentliche Einsparungen bei der Wartung und Instandhaltung der Anlage mit sich bringt. Dadurch, dass das Wasser schon durch die Kraftwerke Schwarzensee und Sagschneider genutzt wurde, kommt es schon gesäubert, also ohne Laub, Holz und Sedimente, in das Sammelbecken. Aus diesem Grund ist vor der Turbine des KWs Kleinsölkbach kein Rechen nötig. Das neu errichtete Sammelbecken liegt unterirdisch und ist daher optisch unauffällig, dadurch kommt es zu keiner Beeinträchtigung des Landschaftsbildes.   Vom Sammelbecken bis ins KW Kleinsölkbach wurde eine Druckrohrleitung mit einem Durchmesser von bis zu 1,9 m und einer Länge von 3,4 km verlegt. Zudem wurden Mannlöcher für die Inspektionen eingeplant. Bei den Druckrohrleitungen ließen sich Bauherr und Planungsteam ebenfalls einen kleinen Trick einfallen: Es wurden drei unterschiedliche Rohrdimensionen verwendet. Die Idee dahinter war, dass nicht, wie man vielleicht annimmt, Baukosten gespart wurden, sondern dass beim Transport große Einsparungen vorgenommen werden konnten. Die Rohre konnten beim Transport ineinandergeschoben und damit die dreifache Menge pro Fuhr transportiert werden. So wurden Einsparungen im sechsstelligen Bereich erzielt. Auch die Lawinensicherheit ist für den Bau und den Betrieb eine zentrale Aufgabenstellung. Der Kleinsölkbach fließt durch ein enges Tal, umgeben von steilen Hängen, wodurch das Krafthaus selbst in einer gefährdeten Zone liegt. Darum wurde dieses so geplant, dass im Fall einer Lawine die Schneemasse über das Flachdach des Kraftwerks „geleitet“ werden kann und das Gebäude somit bestmöglich geschützt ist. Die EUR 700.000, – Investition der E-Werk Gröbming KG in den Ausbau der Stromleitung gerät bei der Größe des Projekts fast in Vergessenheit, ist aber die Basis, um die Energie ins Umspannwerk Stein/Enns leiten zu können. Die Leerverrohrungen, Lichtwellenleiter und Kabel für diese Leitung wurden ebenso unterirdisch verbaut. Mit dem neuesten Kraftwerk im Unternehmen zeigt das E-Werk Gröbming einmal mehr, dass man auch unter schwierigen Bedingungen mit Kreativität und Mut zu guten Lösungen im Kraftwerksbau kommen kann. 

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