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Dezentrale Kleinwasserkraft – Rückgrat der Energiewende

Wenn von Kleinwasserkraft die Rede ist, liegt der Fokus meist auf den nachhaltig produzierten Kilowattstunden: Strom aus Kleinwasserkraft ist sauber und erneuerbar, und auf dem Weg hin zur Klimaneutralität, der Energiewende und der Abkehr von fossilen Energiequellen zählt jede nachhaltig produzierte Kilowattstunde.  

Strom aus Kleinwasserkraft ist außerdem – so wie Strom aus Wasserkraft generell – gut prognostizierbar, steuer- und regelbar und natürlich stetig Tag und Nacht verbrauchsnah verfügbar. Das ist wichtig für die Planung von Angebot und Nachfrage und auch für die Stabilität des Stromnetzes! 

Der Strom, den ein Kleinwasserkraftwerk produziert, spielt daher noch eine weitere wichtige Rolle auf dem Weg zur Energiewende. Denn durch die Dezentralität, also die oftmals auch abgelegenere Lage von Kleinwasserkraftwerken, sowie auch die Regelmäßigkeit, in der Wasser fließt und genutzt werden kann, trägt die Kleinwasserkraft zur Stabilisierung und Aufrechterhaltung unserer Stromnetze bei.  

Kleinwasserkraftwerke tragen zur Stabilität der Stromnetze bei!

Ein Stromnetz muss stets stabil gehalten werden und braucht ein ausgeglichenes Verhältnis von Stromeinspeisern und Beziehern. Kleinwasserkraftwerke bringen sogenannte Schwungmasse ins Netz ein, womit sie zur Frequenz- und Spannungshaltung beitragen. Auch notwendiger Blindstrom wird je nach Netzbedarf zur Verfügung gestellt. Energie aus Kleinwasserkraft wirkt netzausgleichend und ermöglicht – gerade weil sie dezentral produziert wird – auch die Integration von anderen Erneuerbaren Energieformen ins Stromsystem. Die Kleinwasserkraft liefert also viel mehr, als “nur” nachhaltigen Strom! 

Auch Studien belegen, dass diese Funktionen von immenser Bedeutung sind. Für Deutschland wären, um den Wegfall der Kleinwasserkraft im Stromnetz zu kompensieren, Investitionen von mindestens 1 Mrd. Euro notwendig, wie Prof. Zdrallek von der Bergischen Universität Wuppertal mit seinem Team herausfand. Auf Österreich umgelegt wären Investitionen in Höhe von zumindest 550 Mio. Euro notwendig, um den netztechnischen Beitrag der Kleinwasserkraft zu kompensieren. 

Strom aus Kleinwasserkraft ist somit nicht nur nachhaltig produziert, sondern auch ein wichtiger Faktor in der Aufrechterhaltung der Stromnetze im Zuge der Energiewende! 

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