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Kleinstwasserkraftwerke

Wasserkraftwerke kann man nach verschiedenen Kriterien unterscheiden. Eine wesentliche Kennzahl ist dabei die Leistung. Hat ein Kraftwerk eine installierte Leistung von mehr als 10 MW (in Deutschland mehr als 1MW), zählt es zu den Großwasserkraftwerken, liegt die Leistung darunter spricht man von einem Kleinwasserkraftwerk.

Innerhalb der Kleinwasserkraft kann man Kraftwerke noch weiter unterteilen:

  • Von Micro-Kraftwerken spricht man, wenn die Leistung weniger als 100kW beträgt. 
  • Pico-Kraftwerk sind jene, deren Leistung unter 5kW liegt. 

Die Anwendungsbereiche dieser Art von Kraftwerken liegen insbesondere in Regionen, die noch nicht elektrifiziert sind. In vielen Ländern, deren Energie- und insbesondere Netzausbau nicht bis in die ländlichen Regionen reicht, werden Kleinstwasserkraftwerke genutzt, um Dörfer und Communitys mit Energie zu versorgen. Beispiele hierfür sind etwa Nepal, Vietnam, Laos oder auch Peru.

Neben der Elektrifizierung von ländlichen Gegenden ohne Stromanschluss können Kleinstwasserkraftwerke aber auch in Städten sinnvoll sein: In Australien beispielweise wurde ein Pico-Kraftwerk in das Filtrations-System des Great Barrier Reef Aquarium in Townsville eingebaut. Pro Jahr können auf diese Weise etwa 10.000 kWh Energie erzeugt werden. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 3 durchschnittlichen Haushalten. Vor allem im Verhältnis mit größeren Kleinwasserkraftwerken, die teils kleine Ortschaften versorgen können, ist der Anteil solcher eingebauten Kleinstwasserkraftwerke gering. Trotz dessen lohnt sich der Einsatz: Zum einen helfen auch Micro- und Pico-Kraftwerke, Treibhausgase einzusparen, und zum anderen sind sie kosteneffizient, sie rentieren sich oft innerhalb weniger Jahre.

Fazit

Kleinstwasserkraftwerke können in Micro- und Pico-Kraftwerke unterteilt werden. Sie sind nicht nur ein einfaches Mittel, um entlegene, nicht elektrifizierte Dörfer vor allem in Entwicklungsländern mit Energie zu versorgen, sondern haben auch ihre Berechtigung in Gebäuden oder Anlagen, die beispielsweise zur Wasseraufbereitung genutzt werden. Hier gibt es vielfach ungenutzte Potenziale, die mithilfe von Kleinstwasserkraftwerken erschlossen werden können. 

 

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